Gewürze und Kräuter

Seit Jahrtausenden in der Anwendung, im Alltag aber oft vergessen und unterschätzt – Kräuter und Gewürze sind wahre Allrounder. Als aromatische Zutaten verleihen sie Gerichten den entscheidenden Geschmack und werden aufgrund ihrer heilsamen Wirkung geschätzt.

Basilikum

Weltweit beliebte Gewürzpflanze, ob frisch oder getrocknet. Hilft bei Kopfschmerzen, Übelkeit und Fieber. Verfeinert Rohkost, Salate, Tomatensauce und eingelegte Gurken.
Tipp: Nicht zu lange mitkochen, sonst verliert es seinen Geschmack.

Curry

Currypulver sind stets Gewürzmischungen, die ihren Ursprung in der indischen Küche haben. Je nach Inhaltsstoffen ist Curry appetitanregend, verdauungsfördernd und wirkt auf den Blutdruck ausgleichend.
Tipp: Man kann Curry fertig abgepackt kaufen, oder selbst herstellen – die Zutaten findet man im gut sortierten Bio-Laden.

Chili

Gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, eng verwandt mit der Paprika. Gibt es in diversen Sorten, Farben und Formen mit verschiedenen Schärfegraden, von ganz mild bis schmerzhaft scharf. In Maßen ist Chili gesund: Es reguliert die Körperwärme, regt den Kreislauf an und wirkt antibakteriell im Darm.
Tipp: Je länger die Chilis mitkochen, umso schärfer wird das Gericht. Entferne die Kerne vorher, um die Schärfe zu verringern.

Dill

Der Doldenblütler hat seinen Ursprung in Vorderasien. Seine Heilkräfte helfen bei Kopfschmerzen, Nierenleiden oder Schluckauf. Sehr aromatisch in Dips, Salaten oder als Gurkengewürz.
Tipp: Am besten roh genießen; Geschmacksverlust durch Kochen.

Cumin

In unseren Breiten als Kreuzkümmel bekannt. Hilft bei Appetitlosigkeit. Heilmittel bei Verdauungsbeschwerden und Magen-Darm- Krämpfen.
Tipp: Röstet man die Kreuzkümmelsamen vorher ohne Fett in der Pfanne etwas an, so wird der Geschmack wesentlich intensiver.

Ingwer

Der Wurzelstock der Ingwerpflanze ist aus der asiatischen und indischen Küche nicht wegzudenken. Er schmeckt zitronig-scharf und enthält viel Vitamin C und Eisen.
Tipp: In Scheiben schneiden, kurz aufbrühen und mit Pfefferminze und Zitrone ziehen lassen. So kochst du einen leckeren Tee, der gesund ist und auch kalt schmeckt.

Knoblauch

Kühl, trocken, dunkel und luftig aufbewahren – eventuell als Zopf. Knoblauch hat antibiotische Wirkung, ist blutdrucksenkend und mindert die Gefahr der Arterienverkalkung.
Tipp: Alternativ kann man im Frühjahr und Sommer auch Bärlauch verwenden.

Muskat

Harter, hellbrauner Fruchtkern der Samen des Muskatbaumes. Schmeckt scharf-bitter-würzig. Lecker ist er besonders bei Blumenkohl, Kartoffelpüree, Spinat und anderem Gemüse.
Tipp: Verwende möglichst kein Muskatpulver, denn das Aroma ist gering. Reibe stattdessen die Muskatnuss immer frisch.

Kurkuma

Auch Curcuma oder Gelbwurz genannt. Ist ein Bestandteil von Currypulver und gibt Reisoder Nudelgerichten eine schöne Färbung. Schmeckt feinherb, leicht süßlich-bitter. Die Wurzel wirkt entzündungshemmend und beugt Alzheimer vor.
Tipp: Vorsicht! Hinterlässt bleibende Flecken auf Textilien. Auch Kochgeräte sollte man schnell reinigen.

Oregano

Benötigt für das Wachstum viel Sonne und einen durchlässigen Boden. Schmeckt intensiver und pfeffriger als Majoran. Wirkt gegen Menstruationsbeschwerden und Schlafstörungen, löst Krämpfe und fördert sehr gut die Verdauung.
Tipp: Oregano kann ohne Geschmacksverlust mitgegart werden.

Majoran

Eng verwandt mit Oregano. Lässt sich sehr gut trocknen. Mildes, feines, leicht süßliches Aroma. Als Küchen- und Heilkraut einsetzbar. Regt die Verdauung an und hilft gegen Heuschnupfen und Menstruationsbeschwerden.
Tipp: Ein idealer Begleiter zu Kartoffelgerichten.

Petersilie

Doldengewächs mit intensivem Aroma, wobei glatte Petersilie kräftiger schmeckt als krause Petersilie. Regt die Verdauungsorgane an, hilft bei Kreislaufstörungen, Gallenkrämpfen und Darmkoliken.
Tipp: Nicht zu lange kochen und sparsam verwenden.

Pfeffer

Hopfenähnlicher Kletterstrauch in ausschließlich tropischen Gebieten. Reguliert den Kreislauf, entzündungshemmend und fi ebersenkend. Warme Milch mit Pfeffer und Honig hilft gegen Erkältungen.
Tipp: Am besten schmeckt Pfeffer natürlich frisch aus der Mühle.

Weidenrinde

Aus Weidenästen lassen sich kunstvolle Körbe und andere Flechtwaren fertigen. Seit der Antike wird die Weide aber auch als Heilpfl anze gegen Fieber und Schmerzen eingesetzt. Weidenrinde enthält Salicin, einer Vorstufe des Arzneistoffs Acetylsalicylsäure, der u.a. in Aspirin verwendet wird.
Tipp: Kapseln, Tabletten oder Dragees mit Weidenrinde-Extrakt sind eine magenfreundliche Alternative zu chemischen Schmerzmitteln.

Rosmarin

Duftender, mehrjähriger Strauch. Sehr intensiver Geschmack. Fein gehackte Blätter sparsam verwenden, bzw. ganzen Zweig mitbraten und später verwerfen. Regt die Blutzirkulation an. Hervorragend zu Salaten, Kartoffeln, Teigwaren oder Gemüse.
Tipp: Rosmarin-Tee wirkt belebend und kreislaufaktivierend – eine gesunde Alternative zu Kaffee.

Zimt

Immergrüne Gehölze, deren Rinde abgelöst sowie getrocknet und fermentiert wird. Wirkt beruhigend und krampfl ösend. Hilft gegen Erbrechen, Blähungen und Erkältungen. Perfekt für Currypulver, Backmischungen, Süßspeisen oder Reisgerichte.
Tipp: Verwenden Sie besser Zimtstangen, diese erst kurz vor dem Gebrauch im Mörser pulverisieren.

Thymian

Süßlich-würziges mehrjähriges Heilkraut. Fördert die allgemeine Stärkung, hilft bei Bronchitis und Herzbeschwerden. Eignet sich prima für Gerichte mit langen Garzeiten.
Tipp: Gemischt mit Rosmarin und Bohnenkraut erhältst du „Kräuter der Provence“.

Sumach

Sumach ist ein Gewürz, das sehr viel in der orientalischen und arabischen Welt eingesetzt wird. Es hat einen leicht säuerlichen bis fruchtigen Geschmack und findet häufig in Schmorgerichten aber auch in Salaten Anwendung.
Tipp: schneide eine rote Zwiebel in dünne Ringe, und streue dann Sumach darüber, das macht einen tollen Geschmack und die Zwiebel milder!

Koriander

Koriander ist eines der ältesten Gewürze der Welt und hat seinen Ursprung im östlichen Mittelmeer. Es gehört zu den Doldenblütlern und kann sowohl frisch, getrocknet oder als getrockneter Samen in der Küche verwendet werden. Die Ägypter haben Koriander bereits vor mehr als 3500 Jahren angebaut.
Tipp: Koriander mag man, oder aber nicht. Ich glaube dazwischen gibt es nichts. Ich ersetze ihn in solchen Fällen immer mit Basilikum.

Close
Close